Von Morgenrot bis Himmelblau
Das Werk setzt sich aus 25 einzelnen, kissenartigen Feldern zusammen. Jedes Leinenstück wurde mehrmals mit natürlichen Pflanzenfarben gefärbt: mit Walnussschalen, Krappwurzeln, Curcuma, Malvenblüten, Birkenblättern, Gelbholz und Blauholz. Sogar Rotkohl kam zum Einsatz, dessen empfindliches Pigment je nach Behandlung zwischen Rosa und kühlem Blauviolett wechselt. Gemeinsam ergibt sich für den(die) Betrachter(in) ein harmonisches Farbfeld. Im Mittelpunkt steht die taktile Dimension des Werkes: Die Felder sind einzeln herausnehmbar und machen die Metamorphose dadurch haptisch „begreifbar“. Metamorphose – der Wandel als Thema – zeigt sich hier auf mehreren Ebenen: im Farbverlauf der natürlichen Pigmente, in der Veränderbarkeit der Anordnung und im Akt der Berührung selbst, der das Werk jedes Mal neu entstehen lässt.